Cat Content der besonderen Art: Von Katern und gesunder Ernährung

Das Start-Up Biohacks

Stimmt der Mythos, Coworker würden sich nur von Pizza ernähren? Ein mittäglicher Blick in die Super7000-Küche zeigt glasklar „Ja!“. Moment. Ganz Galien, äh Super7000?
Nein! Ein von Unbeugsamen bevölkertes Startup hört nicht auf, der ungesunden Ernährung Widerstand zu leisten. Und das vertreibt passenderweise Anti-Kater-Mittel. Wie gesunde Ernährung und der ausschweifende Konsum alkoholischer Genussmittel zusammenpassen, zeigt ein genauerer Blick und ein Gespräch mit dem Gründer und Geschäftsführer von Biohacks.

Ich glaube, es hackt
Es hackt hier und da. Wo im Umfeld des Chaos Computer Clubs (CCC) „Hacking“ eher das Eindringen in einen Computer meint, hat sich dieses kleine Wort längst selbständig auf die Reise gemacht in andere Sphären. Heutzutage werden nicht nur technische System gehackt, sondern Arbeit, Prozesse und auch der Körper. Biohacks ist verkürzt und grobschlächtig erklärt, die Selbstoptimierung körperlicher Art.

Work hard, play hard
Der Kampfspruch einer Vor-Millennial-Generation ist „Work hard, play hard“. Dieser Spruch taucht tagtäglich in solchen 2-Monats-Zeitschriften wie Business Punk auf. Wer arbeiten kann, kann auch feiern. Beides mit dem gebührlichen harten Einsatz, es wird ja nicht zum Spaß gefeiert. Klar. Kann jeder, hat Mutter schon gepredigt. Nun ja, zumindest verspricht die Einnahme von Hang & Over von Biohacks, dass der Kater zum Streichelkätzchen wird. Bevor das hier zum reinen Cat Content wird, was ist dieses Hang & Over denn eigentlich genau?

Hang & Over – natürliche Katzenabwehr
Das Nahrungsergänzungsmittel Hang & Over besteht aus zwei Teilen: eine Einnahme erfolgt vor dem Schlafen, die andere nach dem Aufwachen. Die Einnahme vor dem Zu-Bett-gehen sei sehr wichtig, weil der Körper sich im Schlaf erholt, Teil 2 nach dem Aufstehen ist quasi die innere Dusche, der Frischekick, wie sich Jonathan ausdrückt.

Was ist in Hang & Over?
Ginseng, Kaktusfeige, Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Kalium, Vitamine und Aminosäuren sind einige der Stoffe des Pülverchens. Alles recht natürlich, ganz im Gegensatz zu den Antikater-Mitteln, die es beispielsweise in Brasilien gibt. Was zu Jonathans Geschichte führt, wie er überhaupt auf das Anti-Katzenmittel gekommen ist.

Von launiger Feierlaune in Südamerika
Nach dem Studium der Kommunikation, Philosophie und Medienwissenschaft und den ersten Jobs reiste Jonathan durch Südamerika und damit durch Brasilien. Dort wird gerne gefeiert. Normal ist danach die Einnahme eines Mittels gegen den eigentlich nicht vermeidbaren Kater. Das funktioniert wohl sehr gut. Die Wirkstoffe lesen sich jedoch ziemlich apothekerisch: alles Arzneimittel pflichtig in Deutschland. Da war dann die Frage, kann man so ein Antidotum auch mit natürlichen Zutaten fertigen? Hat’s gedacht und einfach gemacht. Jonathan gründete 2014 Biohacks. Er probierte mit Mixturen rum, vertrieb das Produkt erst über Amazon und jetzt u.a. über DM. Heute lässt die Firma ca. 10.000 Einheiten im Monat von einem Unternehmen in Koblenz produzieren.

Food Liebe durch Recherche
So richtig gesund ernährt sich Jonathan erst, seit er sich im Laufe der Recherchen zu Hang & Over mit Ernährung auseinandergesetzt hat. Das war nicht immer so, sonst wäre er wohl auch nicht auf den Kater gekommen.

Und wer arbeitet da noch so bei Biohacks?
Neben Jonathan sind da noch 5: Fabian, Fatih, Robin, Marie, Johannes plus 4 studentische Aushilfen aka zukünftige Mitarbeiter aka Freelancer in Person von Lotta, Franzi, Tobi und Sabrina.

Neu: Sandmännchen-Unterstützung durch Sleep & Well
Das Hausrezept heiße Milch mit Honig zur Schlafunterstützung hat in Sleep & Well, dem neuesten Produkt aus dem Hause Biohacks, einen Rivalen gefunden. Welches der beiden Mittel besser funktioniert, zeigt nur der Selbsttest. Das Geheimnis sei der Wirkstoff Melatonin, der ein besseres Einschlafen verspricht, so Jonathan.

What’s next?
Derzeit wird auf rohem, veganem Kuchen rumgedacht. Ein Boden aus Walnüssen, Datteln, cremig getoppt von Cashewcreme beispielsweise. Fragt sich nur noch, wie das Produkt dann heißen wird „No Bake & Yummy“?