Die Weltherrschaft des Video-Recruitings sitzt im Super7000

Film ab mit Dimitri Knysch, Geschäftsführer DACH von Cammio

Hidden Champions! Self-made Manager….Bullshit Bingo? Nein. Dieser Text will zunächst nur eins: eure gebührende Aufmerksamkeit. Seid ihr da? Gut. Denn tatsächlich geht es um Coworker und Startups des Super7000, die auf ihrem Feld so ziemlich super sind, das aber nicht jedem klar ist. Die Mutter aller Coworking Spaces proudly presents: Cammio. Spezialisten des Video Recruitings. Geschäftsführer DACH Dimitri Knysch klärt auf. Film ab.

Kein Kamerakind

Eigentlich wollte Dimitri, kurz Dimi genannt, Kameramann werden. Aber irgendwie hat er wohl die Bewerbungsfrist verpasst. Plan B: Erwachsenenbildung in Dortmund studieren. So gemacht und Diplom-Pädagoge geworden. Dann war er Recruiter bei Großkonzernen wie zuletzt der Metro, um schließlich irgendwie doch im filmischen Business zu landen.

Vom Großkonzern zum Start-Up, wer macht denn sowas?

Gerade erst erfahren, dass seine Frau wieder schwanger mit Zwillingen ist, kündigt Dimitri 2018 beim Großkonzern. Next step: das niederländisches Startup Cammio. So weit, so…mutig. Nun ja, ganz so fremd war ihm Cammio nicht, schließlich hat er als Recruiter diese Software bei der Metro eingeführt. Seine neue Aufgabe: Aufbau des DACH-Büros.

So der Werdegang Dimitris. Aber was macht Cammio eigentlich genau?

Künstliche Intelligenzija erstellt Profile

Das Hochtechnologie-Unternehmen Cammio, so Dimitris Worte, bietet webbasierte Video-Interview-Lösungen an, die Schnittstellen zu diversen Bewerbungstools haben. Das geht entweder in Echtzeit oder zeitversetzt.

Beim zeitversetzten Interview nimmt das Unternehmen Fragen an die Kandidatin auf. Diese wiederum kann mit einem Video antworten, wenn der Bart und die Locke frisch onduliert sind und ihr danach ist. Letzteres werde sehr gerne von Kunden angefragt.

Der eigentliche Clou, verrät Dimitri: die Lösungen von Cammio haben Schnittstellen zur künstlichen Intelligenz von IBM. Das bedeutet: Anhand des Sprachgebrauchs der Kandidatin, können Profile erstellt werden.

Offen für alle

„Wir sind bereit, unsere API zu teilen“, verspricht Dimitri. Genauer geht es um die Offenheit gegenüber anderen HR-Dienstleistern. Derzeit arbeitet Cammio mit Textkernel auf einem Projekt. Zusammen testen sie eine Matching-Software. Dabei geht es nicht um Tinder, sondern um Spracherkennung. Das gesprochene Wort wird in Text umgewandelt und kann so besser analysiert werden.

Weltherrschaft geht offensichtlich auch mit kleinem Team

In Düsseldorf sitzen 7 Cammios, namentlich Dimitri, Alina, Clemens, Amira, Sonja, Donika und Lukas. Alle sind soeben in die brandneue 3. Etage gezogen. Insgesamt umfasst das weltweite Cammio-Team 17 Mitarbeiter.

Trag doch so viel Verantwortung, wie du willst

„Bei uns trägt jeder so viel Verantwortung, wie er tragen möchte. Jeder bestimmt für sich, wie viel Urlaub er haben will.“ Klingt gut. Natürlich muss sich Dimitri als Chef aber um ein paar gesetzliche Vorgaben kümmern. Zu wenig Urlaub darf ja keiner machen.

Name Dropping

Die Kunden des Unternehmens lesen sich groß: WPP, Roland Berger, Edeka, BMW, Adecco und u.a. der Teil der europäischen Kommission in Brüssel, die die DSGVO-Verordnung zu verantworten hat…

Auf dem Weg zum automatischen HR?

Automatisiert werden nur Prozesse. Alles wird dadurch schneller. Ganz ersetzen werden Roboter Menschen aber nicht, verspricht Dimitri. Zukünftig bleibe mehr „Quality Time“ übrig für den passenden Match Unternehmen – Kandidatin.

Vom ultimativen Bewerbungstipp und Verzweiflung

Dimitris heißer Tipp: Du, Kandidatin und Leserin, bist keine Bittstellerin. Personaler riechen Angstschweiß und Verzweiflung, also kommuniziere auf Augenhöhe.

Noch immer hier? Dann gibt es jetzt auch die geballten Links zum näher Nachlesen.
Cammio: https://cammio.com/?lang=de
Textkernel: https://www.textkernel.com/de/