Judith. Super Super Host vom Super7000. Self-made.

Portrait einer Frau, die nachts von ächzenden Kaffeekannen träumt

Wer ist eigentlich dafür verantwortlich, dass sich alle Coworker wie zuhause fühlen? Ganz klar: die fantastische Judith. Mit ganzem Namen Judith Preylowski. Sie ist der Host vom Super7000, was das Neonschild an ihrem Platz plastisch untermalt. Bei einem Feierabend Bier erzählt sie, was frau studiert haben muss, um den schwierigsten Job der Welt zu bewältigen.

Was tut ein Host den ganzen Tag, Judith?

Ein Host redet den ganzen Tag. Und hört zu. Sie kennt nicht nur alle Coworker und ihre Bedürfnisse, sie kennt auch die intimsten Details aus dem Leben der Paketboten. Hier und da muss sie auch Krankenschwester spielen, wenn ein Coworker den anderen mit Bierdeckeln bewirft (was natürlich täglich passiert…). Und natürlich ist sie Kalt- und Heißmamsell, indem sie Gäste in den Meeting Räumen und bei Events mit Leckereien und Getränken versorgt.

Besondere Fähigkeiten eines Hosts

Ein Host muss äußerst aufmerksam haben und Ahnungen verschiedener biologischer Aggregatszustände haben. Einer Fledermaus gleich, hört Judith die ächzende leere Kaffeepumpkanne durch die geschlossenen Küchentüren. Sie träumt auch nachts davon.

Daneben macht sie mikrobiologische Studien- und Versuchsreihen anhand des Super7000 Kühlschanks, die einen eigenen Blogpost füllen würden. „Interessant, was Dinge für einen Aggregatszustand annehmen können: Neulich nahm ich eine äußerlich intakte Tomate aus dem Kühlschrank, die jedoch sofort zu Staub zerplatzte“. Sie überlegt, sich in Kürze mit einem Mikrobiologen diesbezüglich zusammenzusetzen.

Inniges Verhältnis mit der Spülmaschine

Sogar aus der Ferne, kann Judith einschätzen, ob das Geschirr sauber oder schmutzig ist in der Geschirrspülmaschine. Sowas braucht vor allem eins: Erfahrung. Welche Techniken sie dabei einsetzt, bleibt ihr Geheimnis.

Voraussetzung: Studium der Gastrologie

Was muss man eigentlich studieren, um Judith zu werden? Also mindestens 40 Semester braucht es schon. Also das Studium der Gastro- und Hostologie. Darunter geht gar nichts, führt Judith aus. Bewältigen kann man das in einem allabendlich füllenden Fernstudium.

Was man als Gastrologe weiß…

Die Bedürfnisse unterschiedlicher Menschen kennen und einschätzen können, muss man als Gastrologe. Vor allem ist der stetige Kaffeedurst nicht zu unterschätzen. Judith kocht monatlich einen Swimmingpool voll Kaffee für die Coworker. 580 Liter.
Von Kaffee und dem Drumherum hat sie schließlich eine Menge Ahnung. In ihren 20 Jahren Gastro-Erfahrung hatte sie auch ihr eigenes Café in Düsseldorf-Bilk.

Welchen Tipp hast du für die neue Generation der Hosts?

„Ruhe bewahren und die innere Mitte finden. Und auch mal flexibel sein und 5 gerade sein lassen“, rät Judith. Was klar macht: Mathematik ist nicht immer die Lösung.

Zuletzt: Welches Geräusch macht eigentlich die leere Kaffeepumpkanne?

Hört man doch: „chrrrr, chrrr, chrrr, chrrr“.